Pflege Bahr Tarif

Vergleich zwischen geförderten & ungeförderten Pflegezusatzversicherungen

Pflege Bahr Tarif

Pflege Bahr Tarif

Die Mitte der 1990er Jahre eingeführte gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung. Seit Anfang des Jahres 2013 wird als neuer Bestandteil des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes, kurz PNG, der Pflege Bahr Tarif angeboten. Er ist eine für den Bürger freiwillige und staatlich geförderte Zusatzversicherung zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Der Pflege Bahr Tarif und die Riester-Rente haben gemeinsam, dass beide privaten Versicherungen staatlich gefördert werden.

Steigerung des Pflegetagegeldes mit dem Pflege Bahr Tarif

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine monatliche Geldleistung. Ihre Höhe orientiert sich an den Pflegestufen. Die sind dreigeteilt und gliedern sich in eine erhebliche, eine schwere sowie die schwerste Pflegebedürftigkeit. Außer bei einer dauerhaften Heimpflege wird das Pflegegeld an den Pflegebedürftigen ausgezahlt. Die private Pflegeversicherung, zu der auch der Pflege Bahr Tarif gehört, bietet mit dem Pflegetagegeld, der Pflegerente und mit der Pflegekostenversicherung drei Tarifvarianten an. Der Pflege Bahr Tarif beschränkt sich auf das Pflegetagegeld. Er ist eine Pflegetagegeldversicherung, die vom Staat mit einem Anteil von monatlich fünf Euro bezuschusst wird. Voraussetzung dafür ist, dass der Monatsbeitrag mindestens zehn Euro beträgt. Mit einer weiteren, nicht staatlich geförderten Pflegetagegeldversicherung lässt sich das Pflegetagegeld, in etwa vergleichbar mit dem Krankenhaustagegeld, nach eigenem Ermessen steigern. Der Pflege Bahr Tarif sieht je nach Pflegestufe eine tägliche respektive monatliche Obergrenze vor. Das ist vom amtierenden Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr als dem Initiator des PNG so beabsichtigt. Damit soll auch erreicht werden, dass der zukünftige Pflegebedürftige selbst eine noch weitergehende Vorsorge für sich trifft.

Pflege Bahr Tarif offen für nahezu Jedermann

Mit dem Pflege Bahr Tarif soll ein möglichst großer und wenig eingeschränkter Bevölkerungskreis erreicht werden. Dafür sorgt der gesetzlich vorgegebene Kontrahierungszwang. Wer den Pflege Bahr Tarif anbietet, kann bis auf wenige Ausnahmen keinen Antragsteller ablehnen. Ob gesund, mehr oder weniger krank, jeder wird gleichbehandelt. Leistungsausschlüsse oder Leistungseinschränkungen seitens der Versicherer sind nicht möglich, ebenso wenig wie Risikozuschläge. Wer den Pflege Bahr Tarif beantragt, der muss pflichtversicherter Beitragszahler bei der gesetzlichen Pflegeversicherung und mindestens achtzehn Jahre alt sein. Den Pflege Bahr Tarif können Empfänger von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr abschließen; für sie ist es buchstäblich zu spät.

Mit dem Pflege Bahr Tarif drei Säulen für den Pflegebedürftigen

Bei einer Altersvorsorge wird mit der gesetzlichen Rentenversicherung, der staatlich geförderten Riester-Rente sowie einer weiteren privaten Zusatzrente von dem Drei-Säulen-Modell gesprochen. Bei der Pflegevorsorge ist es ebenso. Mit der gesetzlichen Pflegeversicherung, dem Pflege Bahr Tarif sowie einer weiteren privaten, nicht staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung lässt sich eine zukünftige Pflegebedürftigkeit rundum absichern. Damit ist gemeint, dass alle mit einer Pflege verbundenen Kosten aus diesen Pflegeversicherungen bezahlbar sind. Vorhandenes privates Einkommen oder Vermögen des Pflegebedürftigen wird dadurch nicht beansprucht. Sofern es zur Kostendeckung der Pflegebedürftigkeit nicht ausreichen würde, kann auf öffentliche Transferleistungen und die damit verbundenen Einschränkungen verzichtet werden; auch dank des Pflege Bahr Tarifs.